Die Pfarrkirche ist dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht und entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Sie ist im spätgotischen Stil erbaut. Als Stifter dieser Kirche gelten die Pottendorfer, die damaligen Herrschaftinhaber . Sie wurde von der Wiener Neustädter Dombauhütte geplant und erbaut.
Der Bau der Pfarrkirche kann in drei Phasen eingeteilt werden:
- ...Christoph von Pottendorf ließ den Chor planen .....und begann mit dem Bau.
Gotische Fenster und Stützpfeiler
...Kreuzrippengewölbe
im Chor
- ...Nach seinem Tod vollendete sein Cousin Friedrich .....von Pottendorf den Chor und ließ das Langhaus .......errichten.
- ...Im dritten Bauabschnitt wurde das um 1300 ...... .....entstandene Langhaus
umgebaut und mit dem ........mächtigen Turm vollendet.
Grabstein des Friedrich II. von Pottendorf in der Kirche
Der ungarische König Matthias
Corvinus, der damals in Kirchschlag herrschte ließ 1489/90 ein
zusätzliches Seitenschiff errichten. Er wollte damit für
die aus dem nahen Ungarn kommenden Gläubigen in der Kirche mehr
Platz schaffen. .Seither heißt dieser Teil der Pfarrkirche "Ungarische
Kirche".
Die Pfarrkirche ist eine Wehrkirche.
Das erkennt man an der Pechnase
über dem Seiteneingang
und den Schießscharten.
Die Menschen konnten
sich in diese Wehrkirche bei Gefahr flüchten.
Im 17. und 18. Jahrhundert wurde die gotische Inneneinrichtung durch eine barocke ersetzt.
Das Bild am Marienaltar stammt von der "Liebfrauenkirche" am Schlossberg.
Der Turm hatte ursprünglich einen achteckigen Spitzhelm. Durch Blitzschläge wurde dieser mehrere Male zerstört und schließlich 1726 durch eine einfache barocke Dachhaube aus Kupfer ersetzt.
Der an die Außenwand gemalte Heilige Christophorus soll die Menschen vor plötzlichem Tod schützen.